Ein Erfahrungsbericht

Das alte Bett war mit 1.40 Metern für zwei Personen dann doch etwas klein und knatschte dazu laut, wenn man sich umdrehen wollte. Dazu bestand das Kopfende aus Metall – nicht bequem, wenn man abends noch im Bett lesen wollte. Auf der Suche nach einem schönen, großen Doppelbett sind wir durch verschiedene Möbelhäuser getingelt. Die Anforderungen:

  • Sollte halbwegs stylisch und nicht unbedingt aus Holz sein
  • Sollte 1.60 breit sein
  • Sollte zum vorhandenen Kleiderschrank (Farbe: Buche) passen bzw. farbneutral sein
  • Sollte Bettkästen besitzen
  • Sollte nicht allzu viel kosten

Bei Ikea haben wir zwar günstige Lattenroste und Matratzen gefunden, allerdings hat uns keines der Betten richtig gut gefallen. Fündig wurden wir auch nicht bei Mömax und im Höffner fühlten wir uns unsichtbar – erst waren alle Verkäufer im Gespräch, dann zog man es vor, lieber nicht zu fragen, ob wir denn vielleicht etwas kaufen wollten …

Was blieb, als es im Internet zu probieren?

Bett bei Otto kaufen

Also suchten wir uns durch verschiedene Online-Shops und fanden schließlich bei Otto relativ preiswerte und (für unseren Geschmack) stylische Möbel. Nach einigem Hin- und Her entschieden wir uns für ein Modell, das allen Wünschen zu entsprechend schien, die oben genannt waren. Also haben wir das Ding gekauft.

Matratzen und Lattenroste bei Ikea kaufen

Matratzen und Lattenroste haben wir bei Ikea bestellt. Wir wollten eine durchgängige, 1.60 m große Matratze. Bei Höffner waren diese extrem teuer, bei Ikea gab es eine gute Auswahl in verschiedenen Härtegraden. Also haben wir dort probegelegen, uns für eine eher harte Matratze entschieden, diese online bestellt und dabei unseren Wunschliefertermin definiert – ein Freitag, für den wir auch einen Tag Urlaub einreichten. Die Berechnung der Lieferkosten sind etwas seltsam, die richten sich nämlich nach dem Einkaufswert. Allerdings waren Lattenrost und Mtratzen nicht so wahnsinnig teuer, sodass es für uns trotz allem noch im Rahmen war.

Kundenunfreundliche Lieferung bei Otto!

Ein paar Wochen lang hörten wir nichts bzgl. unserem Bett von Otto, dann bekamen wir eine Nachricht, dass das Bett am nächsten Mittwoch geliefert werden soll. Das war ungünstig, denn die Matratzen und das Lattenrost sollten am Freitag  von Ikea geliefert werden – und dazu hatten wir das alte Bett bei ebay Kleinanzeigen verschenkt und es sollte auch am Freitag Vormittag abgeholt werden.

Also haben wir versucht, den Termin von Otto von Mittwoch auf Freitag zu verschieben. Drama! Niemand fühlte sich zuständig. Von Otto wurden wir an die Hermes Spedition verwiesen, von Hermes an Otto. Die Mitarbeiter zeigten sich wenig kooperationsbereit, wir wurden hingehalten und vertröstet. Erst, als wir klar machten, dass wir am Mittwoch die Möbel definitiv nicht annehmen werden, wurde es doch ermöglicht, das Bett am Freitag zu liefern. Bei Ikea lief das, wie oben beschrieben, völlig reibungslos. Mit der Konsequenz, dass wir uns in Zukunft gut überlegen werden, Möbel bei Otto zu bestellen, wenn das so ein Theater ist mit dem Liefertermin. Oder nur dann, wenn wir über Wochen hinaus völlig flexibel und kurzfristig Urlaub nehmen können.

Unser Bett

Letztendlich hat dann alles wunderbar geklappt, das alte Bett wurde abgeholt und wenig später trudelten die Matratzen und Lattenroste sowie wenig später auch das Bett ein.

Einfacher Aufbau

Das Bett wurde in drei Teilen geliefert – zwei bereits vormontierte Holz-Bettkästen und das gepolsterte Kopfteil, die nur miteinander verschraubt werden mussten. Dementsprechend ging es sehr schnell.

Beim Lattenrost von Ikea hatten wir uns für ein besonders tolles Modell mit extra vielen Latten entschieden – die Zeit, die wir beim Aufbau des Bettes sparten, brauchten wir für die beiden Lattenroste (vor allem, da wir die Latten teilweise falsch zusammengepuzzelt hatten …)

Dann der nächste Schockmoment: Die beiden Lattenroste wollten nicht so ganz in den Bettkasten hinein. Mit viel Gequetsche und Geächze (von uns und vom Bett!) haben wir sie schließlich hineingezwängt.

Unser Bett bietet unter den Lattenrosten Stauraum ein zwei verschiedenen Bettkästen, die räumlich getrennt sind, und sich nur befüllen lassen, wenn man Matratze und Lattenrost herauszieht. Wir hatten das bereits vorher gewusst, es uns allerdings etwas einfacher vorgestellt, Dinge dort zu verstauen und wieder zu entfernen. Nachdem wir dort aber vor allem Koffer und Notfall-Gästebettzeug aufbewahren, ist es vielleicht alle drei Monate einmal nötig, das Bett zu öffnen.

Unser Bett: Fazit nach etwa einem Jahr Gebrauch

Das Bett steht noch.

Es quietscht nicht übermäßig.

Die Bettkastengeschichte ist etwas umständlich, aber akzeptabel.

Das neue Bett ist nur zwanzig Zentimeter breiter als das alte – aber das bedeutet tatsächlich mehr Platz zum Schlafen!

Es ist sehr angenehm, dass es dank der durchgängigen Matratze kein „Gräbala“ gibt – also keinen Spalt ziwschen zwei Matratzen.

Wir kämpfen ab und zu mit Rückenschmerzen und hegen die Befürchtung, dass es mit der Matratze zusammenhängen könnte. Deswegen haben wir einen Matratzentopper gekauft, um die Matratze doch etwas weicher zu machen – und das funktioniert tatsächlich ganz gut. Alles in allem sind wir also zufrieden mit Bett, Matratze und Lattenrost.

Unser Fazit zum Bestellprozess:

Bei Ikea absolut unkompliziert, die Lieferkosten können allerdings teuer werden.

Bei Otto sollte man nicht auf die Idee kommen, den Termin verschieben zu wollen. Wenn das nötig ist, sollte man sich auf entsprechendes Theater, Hin- und Her, Unveständnis und Unflexibilität einstellen. Von der Qualität ist das online bestellte Bett aber, wie bereits angedeutet, in Ordnung und bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

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