Ein kurzer Weg zu Ihren Wertgegenständen

Einbrecher gehen ihrem Handwerk am liebsten ungestört nach und wollen Sie nicht wirklich kennenlernen. Im ersten Schritt beobachten sie Ihr Haus und finden, während Sie Ihren Urlaub genießen, ideale Bedingungen vor. Getroffene Schutzmaßnahmen vermiesen Straftätern die Freude an der Tätigkeit.

Wohin mit den Wertgegenständen?

Auch wenn Sie nur übers Wochenende wegfahren, sollten Sie Ihren wertvollen Besitz verräumen. Versetzen Sie sich dazu in die Lage des Täters der, wenn er Ihre Räume betritt, unter enormem Druck steht. Ein Profi sucht, vom Erdgeschoss kommend, zuerst Ihr Schlafzimmer auf, um Gold, Geld, Elektronik, Dokumente an sich zu nehmen. Fündig wird er meist im Kleiderschrank, der Kommode, im Wandtresor, in Jacken- oder Handtaschen.

Bäder, Kinderzimmer, Abstellräume lässt er aus Zeitmangel links liegen. Dort könne Sie Ihren Besitz unauffällig unterzubringen. Hinterlassen Sie diese Räume ruhig in einem gewissen Chaos, langes Suchen ist für Einbrecher nervtötend. Der nächste Weg führt den Eindringling ins, meist ebenerdig gelegene, Wohnzimmer. In der Küche landet er selten, dort bekommen Sie Ihre Chance zum Verstecken.

Wie lassen sich Haus und Wohnung sichern?

Nehmen Sie sich vor Ihrer Abreise eine Stunde Zeit. Fragen Sie sich, ob es Schwachstellen an Ihrem Gebäude gibt: eine verglaste Verandatür, die leicht einzudrücken ist, eine Kellerluke ohne Gitter, ein Seitenfenster, das von der Straße nicht einsehbar ist? Einbrecher kommen selten durch die Vordertür. Dunkle Hintereingänge, Hecken, ungepflegte Sträucher stellen ideale Verstecke dar. Statten Sie Fenster mit abschließbaren Griffen, die Eingangstür mit einem Balkenschloss aus.

Woran erkennt ein Einbrecher, dass Sie nicht zu Hause sind?

An Mülltonnen, die nach der Entleerung vorm Haus stehen, an überquellenden Briefkästen, dem ungemähten Rasen, an Rollläden, deren Position sich tagelang nicht ändert. Bleibt das Haus, die Wohnung dazu noch unbeleuchtet, die Garage verschlossen, ist das für den Täter ein gutes Zeichen. Versehen Sie Leuchten und den Fernseher mit einer Zeitschaltuhr. Licht verscheucht so manchen Strauchdieb.

Hände weg von Social Media

Wenn Sie das Datum Ihrer Urlaubsreise über soziale Medien verraten, dürfen Sie sich nicht wundern, dass Einbrecher angelockt werden. Urlaubsfotos teilen Sie am besten nach Ihrer Rückkehr. Ihr engstes Umfeld sollte von Ihrer Abwesenheit wissen. Einer Vertrauensperson können Sie die Wohnungsschlüssel überlassen. Zum Lüften, zur Entnahme der Post, zum Präsenzzeigen.

Nachbarschaftshilfe

Verhindern lässt sich ein Einbruch kaum. Profis schaffen es in vier Minuten, alles Wertvolle aus einem zweistöckigen Haus herauszuholen. Die Preziosen bleiben verschwunden, die Aufklärungsrate ist gering. Eine Hausratsversicherung hilft, finanzielle Schäden abzumildern. Unverzichtbar sind gute, nachbarschaftliche Kontakte. Die Familie von nebenan wird im Notfall rechtzeitig die Polizei verständigen.

Einbrüche während des Urlaubs verhindern